











Written and Directed by
Fynn Behrendt
Nach einem postitiven Schwangerschaftstest möchte die Alex (17) weiter machen, wie bisher. Doch wie soll sie es ihrer festen Freundin erklären?
Genre
Coming of Age
Status
Postproduktion
Länge
24 min
Sprache
Deutsch
Drehbuch
Fynn Behrendt, Lily Behrendt
Produzent
Philipp Machill
Regie
Fynn Behrendt
Musik
Kolja Porschke
Ein herbstlicher Schulweg durch das gentrifizierte Berlin. Ihre feste Freundin Mia darf nicht erfahren, was Alex (17) diesen Morgen herausgefunden hat: Sie ist schwanger.
Alex versucht vergeblich, den Vater des Kindes zu erreichen, aber er geht nicht ans Telefon. Jetzt bleibt nur noch Ablenkung. Sie versetzt Mia und verkauft wie gewohnt Gras an Mitschüler.
Doch als in Alex’ Umfeld Gerüchte über ihre Affäre die Runde machen und ein Drogendeal mit dem Vater eines Mitschülers eine unangenehme Grenze überschreitet, beginnt ihre Fassade zu bröckeln.
Mia, zunehmend irritiert von Alex’ Ausweichmanövern, fühlt sich zurückgestoßen und zweitrangig. Bei einem gemeinsamen Abend in einer Tanzbar eskaliert die Situation. Mehr Gerüchte machen die Runde, Alex reagiert über – und stößt Mia endgültig von sich.
Zurück bleibt sie allein auf einem leeren Bahnsteig – und verliert sich in einem rauschhaften, imaginierten Tanz, in dem Erinnerung, Sehnsucht und Realität verschmelzen.
„Halbwahrheiten“ ist in vielerlei Hinsicht eine Reflektion Lilys und meiner Jugend auf St. Pauli. Meine Hauptfigur Alex weiß noch nicht so recht, wer sie ist und es fehlt ihr an nötigem Selbstvertrauen, um mit schwierigen Situationen und eigenen Fehlern umzugehen. Sie hat zwar eigene Moralvorstellungen und Werte, doch die Angst vor den Konsequenzen ihres Handelns und dass sie sich vielleicht unangenehme Fragen über sich selbst stellen muss, ist größer. Also entscheidet sie sich für Verdrängung und verstrickt sich immer tiefer in ihr Netz aus Halbwahrheiten.